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Bioweinbau in Europa - unser Experte erzählt Bioweinbau in Europa - unser Experte erzählt

Andi Spichtig ist selbständiger und unabhängiger Journalist im Bereich Wein. Er ist Absolvent der Weinbaufachschule in Wädenswil ISW, Inhaber des Weinhandelsdiplom B der ISW und langjähriges Jury-Mitglied an nationalen und internationalen Weinprämierungen.

Er schreibt für uns jeden Monat über die spannende Welt des Weins. Gibt es ein Thema, über das Sie mehr erfahren wollen? Dann melden Sie sich via [email protected]

Was trinken wir in 20 Jahren?

Wagen wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft. Wie verändert sich unser Trinkverhalten? 7 Thesen zur Entwicklung des Weins.

These 1. Weniger Alkohol, mehr Terroir. Was guter oder welches der beste Wein ist, darüber lässt sich streiten. Auch wenn jeder Winzer versucht, sich mit einer eigenen "Philosophie" unverwechselbar zu machen, zeigen sich doch gewisse Muster: Alkoholgehalt begrenzen, könnte man die eine Tendenz überschreiben und eine Rückbesinnung auf das Bewährte: Sag mir, woher du stammst, und ich trink dich. Beim Wein kommt es immer öfter auf das Terroir an. Nur zu viel Alkohol soll er nicht mehr enthalten! Die Idee für die weiter fortschreitende Regionalisierung ist, dass ein Wein die für seinen typischen Geschmack nötigen Bedingungen wie Klima, Nährstoffe und tradiertes Wissen eben nur in einem begrenzten Radius findet. Das Terroir wird also noch wichtiger und dessen Besonderheiten sind den Weinkunden wichtig.

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These 2. Die Klimaerwärmung. Die Winzer müssen inzwischen den Alkoholgehalt ihrer Weine kontrollieren. Schuld ist der Klimawandel, der auch die Weingegenden in der Schweiz nicht verschont. Früher freute man sich über zuckerreiche, milde Trauben. Jetzt muss man sogar einige Weine säuern, weil die Jahreszeiten ungewöhnlich warm und trocken ausfallen und die Beeren Zucker einlagern, während die Säurewerte rapide nach unten gehen. Die Aufsäuerung, die vor allem aus den heissen Mittelmeerregionen bekannt und gesetzlich geregelt ist, hilft die Frische zu erhalten, welche Kunden mittlerweile ebenso wie einen überschaubaren Alkoholgehalt zu schätzen gelernt haben.

These 3. Die Tendenz zur Regionalisierung beim Wein wird immer wichtiger. Die in der Schweiz meistangebauten Rebsorten stehen in verschiedenen Varianten im Angebot. Sie ist somit eine Schatztruhe uralter Rebsorten. Manche wachsen tatsächlich nur hier, wie die salzige Petite Arvine aus dem Wallis, oder der Completer, ein weisser Bündner mit Säure, dass es kracht. Im Tessin hat, umzingelt von Merlot, Bondola überlebt. Seit Kurzem machen diese Charaktertropfen sogar auch im Ausland Furore.

Unsere Schweizer Weine

Aigle Les Murailles Rosé Chablais AOC, Roséwein
Portavino
Aigle Les Murailles Rosé Chablais AOC, Roséwein
CHF 22.95
Heida Valais AOC, Weisswein
Portavino
Heida Valais AOC, Weisswein
CHF 25.95
Maienfelder Blauburgunder Graubünden AOC, Rotwein
Portavino
Maienfelder Blauburgunder Graubünden AOC, Rotwein
CHF 20.95
Belcampo Merlot Ticino DOC, Rotwein
Portavino
Belcampo Merlot Ticino DOC, Rotwein
CHF 21.95

These 5. Von der Nische zum Mainstream. Betriebe mit biodynamischem Anbau setzen auf Natur pur. Der Anbau der Trauben sollte nicht durch chemische Pflanzenschutzmittel oder ähnliche Präparate behandelt werden. Dementsprechend muss die Rebe naturgetreu wachsen, was sich dann auch in Qualität und Geschmack auf den Wein auswirkt. Tropfen aus biodynamischem Anbau, ohne Zusatz von Zucker oder Schwefel, gewinnen weiter an Boden und an Qualität. Die Zukunft ist grün.

These 6. Schluss mit der falschen Ehrfurcht. Mixdrinks mit Wein sind in und völlig okay. Was erfrischt bei 30 Grad besser als ein Spritz, ein Hugo oder eine Neuauflage der guten alten Sangría? Diese neuen Konzepte der Weinzubereitung klingen komisch, sind aber absolute Renner für heisse Tage. Der Mix aus einem erlesenen Wein, Slush-Eis und Früchten schmeckt nicht nur ausgezeichnet, sondern wirkt absolut erfrischend.

These 7. Alkoholfreie und leichte Weine. Natürlich, spontan und pur, die neue Geschmackskultur bei Wein, so wird Wein vielfältiger und interessanter. Ob weiss, rot oder rosé, guter Wein enthält nicht immer viel Alkohol. Einige Weine kommen sogar ganz ohne Alkohol aus. Doch nicht jede Rebsorte eignet sich für die alkoholfreie Variante. Während alkoholfreier Sekt schon seit ein paar Jahren beliebt ist, wird nun immer mehr auch nach alkoholfreiem Wein gefragt. Leichte Weine gelten inzwischen als echte Alternative. Deshalb achten vor allem junge Konsumenten beim Kauf mehr und mehr darauf, welcher Alkoholgehalt auf einer Flasche Wein angegeben ist. Gefragt werden in nächster Zeit auch vegane Weine. Für diese Variante wird zur Klärung ein Ersatzmittel auf pflanzlicher Basis eingesetzt.

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Portavino- Weine von Angela Bruderer
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